Radfahren in Paris. Früher war das so ähnlich wie sich freiwillig vor die U-Bahn werfen… Das machte man einfach nicht. Man dachte gar nicht erst dran! Als ich während meines Studiums eine Zeitlang in Paris wohnte, habe ich meinen französischen Kollegen aus Versehen einmal vorgeschlagen, aufs Rad zu steigen. Sie erklärten mich damals für völlig verrückt. „Hundert Prozent Holländerin“, war ihr Kommentar, während sie mitleidig den Kopf schüttelten. Zu der Zeit war in dieser fahrrad-gefährlichen Stadt wirklich weit und breit kein Stahlross zu sichten.

Wer hätte gedacht, dass sich das irgendwann noch ändern würde, denn wir Holländer scheinen gar nicht so verrückt zu sein! Die Stadt der Liebe hat eine Metamorphose mitgemacht. Will man jetzt in Paris von A nach B, kann man an jeder Ecke ein Rad mieten. Schauen Sie mal auf der Karte von velib.paris.fr! Das Mietsystem ist gut konstruiert. Man braucht allerdings schon eine Kreditkarte und muss sich beim Wahlmenü am Pfosten der Radstation gut konzentrieren. Aber dann löst sich tatsächlich ein Fahrrad aus seinem niederländischen Ständer! Und dann heißt es: GO – starten Sie eine irre Tour durch die Stadt!

Zweimal im Jahr steht Paris mit großen Events und internationalen Messen ganz im Zeichen von Design und Interieur. Seit einigen Jahren ist Zuiver mit dabei. Wir treffen dort Kunden aus verschiedenen Ländern, die unsere Zuivers mittlerweile ins Herz geschlossen haben. Außerdem präsentieren wir dort traditionsgemäß die neuen Zuiverprodukte. Auf einer großen Kreidetafel bitten wir unsere Besucher, ihren neuen Zuiver-Liebling zu liken. Denn wir sind natürlich immer gespannt, welches Produkt in Paris auffällt.

Gerade sind wir von dieser internationalen Möbelmesse zurück und haben mittlerweile die „Likes“ gezählt… eindeutige Favoriten in Paris waren die Dek Lampen! Logisch, denn die Franzosen lieben nicht nur unsere Fahrräder, sondern auch echtes Dutch Design.

„Wir sind immer gespannt, welches Produkt in Paris auffällt“

Nach der Messe ziehe ich immer ein paar Tage durch die Geschäfte in Paris, die unsere Zuiver-Kollektion verkaufen. Insgeheim ist das natürlich auch ein feiner Ausflug… Schön shoppen, hippe Läden beschnuppern, neue Restaurants ausprobieren und ein wenig Trendwatching. Im Vorhinein checke ich die neusten Hotspots, plane meine Route und vereinbare Termine mit unseren Kunden. Dieses Mal habe ich auch die nächstgelegenen Fahrradstationen herausgesucht!

Das angesagteste Pariser Viertel ist zurzeit Le Marais, im 4. Arrondissement. Ein Viertel mit einer reichen jüdischen Geschichte und einem lebendigen Herzen in der Rue des Rossier, wo man nicht nur die beste Falafel essen, sondern auch gut shoppen kann. In Reu Pavée liegt das Möbelgeschäft Caravane. Ein sehr abgeklärter Laden, der auch vier Gebäude in der Stadt zu einem Walhalla für Wohnliebhaber umgestaltet hat. Dort findet man alles nach Themen sortiert. Kochen, Essen, Textilien, Wohnen und Schlafen. Eine wahre Lust fürs Auge. Parken Sie Ihr Fahrrad in einem Ständer, hier sind Sie so schnell nicht fertig! Oh, und wenn Sie sich entschließen, etwas zu kaufen – egal wie klein –, lassen Sie es unbedingt auch verpacken! Es dauert ein Weilchen, aber Madame Caravane macht ein Kunstwerk daraus!

In diesem Viertel befindet sich auch die Einkaufsstraße Rue St. Croix de la Brèttoniere mit Fleux, momentan eines der beliebtesten Möbelgeschäfte. So manch ein Franzose landet sowieso im Fleux, wenn er schon einmal in Paris ist. Und das Allerschönste: Hier verkauft man auch Zuiver! Etwas weiter oben in der Straße ist ein schönes kleines Bistro, „Au rendez vous des Amis“, wo Sie sich mit einem süffigen Wein und einer köstlichen Käseplatte von Ihrer Radtour und der überwältigenden Menge frischer Inspirationen ein wenig erholen können. Nicht zu viel trinken, denn ich habe mindestens noch zwei Kilometer auf dem Rad durch dieses fahrrad-gefährliche Paris zu meinem Hotel vor mir!

Delen