Interview: Eveliene van Zanten, Zuiver Redaktion

Wow, was war das für eine Ehre, als das Wohnmagazin vtwonen an Caroline herantrat – sie wollten gern mal reinschnuppern und ein Feature über ihre persönliche Einrichtung machen! Zu einem solchen Reinschnupper-Feature gehören Text und Bild, daher kam die Fotografin Dana van Leeuwen im Auftrag von vtwonen vorbei, um die Aufnahmen von Carolines tollem Grachtenhaus zu machen. Und für mich, Eveliene, war es eine super Gelegenheit, Caroline einmal zu ihrer eigenen Einrichtung auf den Zahn zu fühlen.

An dem Tag, als Dana vorbeikam, war auch unser eigener Zuiver Fotograf Robbert da, um einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Wir lassen euch gern mit reinschnuppern… Wie wohnt Caroline, warum entscheidet sie sich für bestimmte Farben und woher kommen all ihre tollen Stücke?

Kleine Altäre

Überall im Haus findet man kleine Altäre. Sobald man das Wohnzimmer betritt, fällt der Blick auf einen Fächerschrank an der Wand. Alle Dinge, die dort zu sehen sind, haben ihre eigene Geschichte. Mal sind es Souvenirs von Fernreisen, mal Familienerbstücke. Außerdem auch hier und da Muster von Zuiver, Gegenstände, die es nicht in die Kollektion geschafft haben, die aber eigentlich so schön sind, dass sich Caroline nicht von ihnen trennen kann.

Carolines Einrichtungsstil könnte man eklektisch nennen. Eine bunte Mischung aus modern und vintage. Im Wörterbuch wird eklektisch beschrieben als „aus Verschiedenem (das beste) auswählen“. Eine Beschreibung, die absolut auf Caroline zutrifft. Nicht nur bei ihrer persönlichen eigenen Einrichtung geht sie selektiv vor, sondern auch die Erweiterung der Zuiver-Kollektion geschieht nur, wenn sie zu 100% hinter einem neuen Entwurf steht.

„Carolines Einrichtung ist eine bunte Mischung aus modern und vintage“

Vintage-Apothekerflashen

Im Wohnzimmer stehen an unterschiedlichen Orten braune Apothekerflaschen. Eine auffällig umfangreiche Sammlung, aber dafür hat Caroline eine Erklärung. „Meine Mutter hat früher in einer Apotheke gearbeitet. Als der Apotheker vor einigen Jahren aufhörte, fragte er meine Mutter, ob sie die Flaschen haben wolle. Mit einem Kofferraum voller schöner Flaschen fuhren wir ein paar Tage später nach Hause – natürlich ohne zu wissen, dass sie Jahre später zu so einem Interieur-Trend werden würden!“

Wie oben erwähnt, ist Caroline ganz verrückt auf Souvenirs. „Ich habe eine Schwäche für schöne Notizbücher oder Holzbildchen, auf die ich im Urlaub oder auf Geschäftsreisen stoße. Solche Gegenstände nehme ich gern mit nach Hause. Als Andenken, aber auch, um sie als Fotorequisiten zu verwenden. Die Souvenirs erzählen oft auch ihre persönliche Geschichte und unterstützen dabei unsere eigene. Brauchen wir sie nicht mehr, nehme ich sie mit nach Hause, wo sie einen schönen Platz bekommen.“ Ein Beispiel hierfür steht im Fächerschrank: ein kleiner Elefant, den sie aus Indien mitbrachte.

„Souvenirs nehme ich als Andenken mit nach Hause, aber auch, um sie als Fotorequisiten zu verwenden“

Vintage-Apothekerflaschen

Auf die Frage, ob sie manchmal auch etwas auf Antikmärkten kaufe, ist die Antwort „Eigentlich nicht. Alles stammt aus der Familie und ist darum auch so wertvoll für mich. Meinen Schreibtisch werde ich sicher nie wegräumen. Mein Vater hat daran gearbeitet, jetzt arbeite ich daran und natürlich hoffe ich, dass eines meiner Kinder diese Tradition in Ehren hält und den Tisch bei einem späteren Auszug mitnimmt…“
Ganz selten kommt es aber doch vor, dass Caroline auf einem Antikmarkt etwas kauft – den Kronleuchter im Wohnzimmer zum Beispiel.

Kräftige Farben gefallen Caroline nicht in ihrer Einrichtung. „Die Farbe Cognac mag ich sehr. Cognac in Kombination mit Schwarz und Grau sind die Farben in meinem Haus.“ Die Wände und Fensterrahmen sind hell. Nur im Arbeitszimmer und in den Zimmern der Jungs sind die Wände farbig. Hier verwendete Caroline 100% Marmer von Flexa.

„Ich finde, das Wohnzimmer hat genügend Charakter, darum habe ich die Basis weiß gelassen. Der Boden ist zwar neu, aber original Fischgrät, auch das passt zu einer Wohnung von vor 1900. Die Farben Cognac und Schwarz habe ich in den Möbeln verarbeitet.“

Verlängerung des Wohnzimmers

Caroline ist ein großer Fan des Wintergartenstil. Ein Trend, bei dem man das „Draußen“ nach „drinnen“ bringt und umgekehrt. Wie kann man das besser erreichen als mit einem Wintergarten – oder in ihrem Fall – mit einem Innenhof. „Als ich das Haus kaufte, war der Innenhof nicht mehr als ein kleines flaches Dach. Fast kein „Draußen“, aber das wollten wir gern haben. 2005 haben wir das Haus eingreifend umgebaut und dabei auch gleich den Innenhof vergrößert. Jetzt haben wir einen schönen ruhigen Freiplatz mitten in der geschäftigen Stadt.“

Wenn man die Korbsessel sieht, kann man sich bestens vorstellen, dass man sich dort schön aufhalten kann. Die Kubu Sessel sind von Dutchbone, sie sehen sehr bequem aus mit den weichen Kissen und den Schaffellen. Caroline: „Diese Korbsessel sind eigentlich für drinnen gedacht. Wenn es regnet, hole ich sie rein und schon haben wir drinnen ein gemütliches und bequemes Sitzeckchen.“

Zweige in Vintage-Flaschen reichen aus als Dekoration. „Außenpflanzen gedeihen bei mir leider nicht gut, also löse ich es auf diese Art“. Der perfekt matchende Spiegel Kubu aus der Dutchbone Kollektion komplettiert den Loungebereich.

Trendtipp von Caroline

Caroline liebt Pflanzen. Die besonderen Blätter der Monstera, den unterscheidenden Charakter von Hängepflanzen wie Geweihfarnen oder Erbsenpflanzen. Die Kombination des Grüns mit Rattan – wie in ihrem Fall die Kubu-Sessel – geben einem schnell das Gefühl von Natur. Kombinieren Sie dies mit tiefblauen und grünen Tönen und ihr Urban Jungle ist perfekt!

Caroline: „Am liebsten lege ich auch noch einen schönen Teppich dazu, um die Sitzecke im Freien so richtig abzurunden… aber in der Praxis liegt dieser Teppich immer aufgerollt im Flur… Bisschen schade, aber es ist auch eine Menge Arbeit, immer alles von drinnen nach draußen und von draußen nach drinnen zu holen :-)”

„In der Praxis liegt der Teppich immer aufgerollt im Flur“

Delen